Fokusgruppe Barrierefreiheit gestartet
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ÖPNV

Fokusgruppe Barrierefreiheit gestartet

Bei der Neuaufstellung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) ÖPNV kommt den Fokusgruppen besondere Bedeutung zu. Die erste ging jetzt an den Start. Ihr Thema: Barrierefreiheit.

41 Views 31.10.2018

Die Neuaufstellung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) ÖPNV geht in die konzeptionelle Phase: Ein wichtiges Element dabei sind Fokusgruppen. Am Donnerstag, 25. Oktober, startete die erste Gruppe zum Thema Barrierefreiheit.

„Die Belange mobilitätseingeschränkter Menschen und deren Berücksichtigung im ÖPNV sind uns sehr wichtig. Daher ist das Thema Barrierefreiheit ein ganz entscheidendes Element bei der Aufstellung des Verkehrsentwicklungsplanes“, begründet Verkehrsministerin Anke Rehlinger die Arbeit der Fokusgruppen. „Barrierefreiheit nimmt einen immer höheren Stellenwert im ÖPNV ein, der damit für viele Menschen mit oder ohne Mobilitätseinschränkungen das Rückgrat einer selbstständigen Mobilität werden kann. Umso wichtiger ist es, Barrierefreiheit im Verkehrsentwicklungsplan ÖPNV frühzeitig mitzudenken und landesweite Standards für einen barrierefreien ÖPNV zu setzen.“ Sie bedankte sich ausdrücklich bei allen, die in den Fokusgruppen mitwirken und damit zum Erfolg beitragen.

Bei dem ersten Treffen war neben Vertretern der Behindertenverbände und Verkehrsunternehmen auch die Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung, Christa Rupp, anwesend. „Die Nutzung des ÖPNV muss für jedermann selbstverständlich und möglich sein. Dabei spielen barrierefreie Informationen im Vorfeld eine wichtige Rolle: Wann kann ich wo den ÖPNV nutzen? Wann komme ich dort an, wo ich hin will? Diese Informationen müssen für alle zugänglich sein!“

Ziel der Veranstaltung ist es, Anforderungen, Kriterien und einheitliche Qualitätsstandards für Haltestellen, Fahrzeuge und verschiedene Informationskanäle zu definieren.  Neben Impulsreferaten zur aktuellen Situation im Saarland wurden Arbeitsgruppen gebildet, um  gemeinsam Ideen und Ansätze für den Verkehrsentwicklungsplan zu entwickeln. 

Ein bereits existierender innovativer Ansatz ist das Projekt mobisaar, das von Prof. Dr. Daniel Bieber vom Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft in Saarbrücken vorgestellt wurde: „Wir wollen einen ÖPNV für alle, auch für mobilitätseingeschränkte Menschen ermöglichen. Dazu setzen wir haupt- und ehrenamtliche Lotsen ein, die unsere Kunden begleiten. Das aber soll auf keinen Fall ein Ersatz für einen barrierefreien ÖPNV sein.“

Weitere Fokusgruppen werden in den nächsten Wochen folgen. Die Ergebnisse werden ausgewertet und für die weitere Bearbeitung des VEP aufbereitet. Anfang nächsten Jahres werden die in den Fokusgruppen entwickelten Ansätze in öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt und diskutiert.    

Schlagworte
Sonderprogramm Barrierefreiheit

Um die Kommunen im Saarland beim barrierefreien Um- und Neubau von Haltestellen finanziell zu unterstützen, hat das Verkehrsministerium das Sonderprogramm „Barrierefreier Ausbau von Haltestellen im Saarland“ aufgelegt. Hierbei werden bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert.