Ein Mitarbeiter des SaarForst untersucht die Ausbildung des Bodens
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Schadstoffe versauern den Waldboden – Jost: Bodenschutzkalkungen schützen unsere Wälder

Schadstoffe und Klimawandel bedrohen unsere Wälder und Böden. „Mit dem Niederschlag gelangen die Luftschadstoffe – vornehmlich Schwefel- und Stickoxide aus Industrie, Straßenverkehr und Landwirtschaft – in den Waldboden. Der übermäßige Säureeintrag führt zu einer Versauerung des Bodens“, erinnert Umweltminister Reinhold Jost anlässlich des Weltbodentags. Wurzelschäden und eine erhöhte Anfälligkeit für Witterungsextreme und Schädlingsbefall sind die Folge.

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„Um den im Boden befindlichen Säuren zu begegnen und einer weiteren Versauerung des Bodens entgegenzuwirken, setzen wir im saarländischen Wald auf Bodenschutzkalkungen“, betont Jost. Im Zeitraum von 2006 bis 2017 wurde im saarländischen Staatswald eine Fläche von rund 21.000 ha gekalkt. Auch in diesem Jahr wurden die Kalkungen, insbesondere in den Revieren um Bexbach, Neunkirchen, Ottweiler, Tholey und Wustweiler fortgesetzt. „Die Kompensationskalkung stabilisiert nachweislich die Waldökosysteme, verbessert den Ernährungsstatus und damit die Vitalität unserer heimischen Wälder. Quell- und Grundwasser werden besser vor Schwermetall- und Aluminiumeinträgen geschützt. Auch Regenwürmer und andere Bodenlebewesen profitieren“, so der Minister.  

 

Den Kalkungsmaßnahmen vorausgegangen waren bodenchemische Analysen des Landesamts für Umwelt und Arbeitsschutz (LUA). Das Begleitmonitoring liefert zuverlässige Aussagen über den aktuellen Bodenzustand und dient der Wirkungskontrolle.

 

Hintergrund:

Die Internationale Bodenkundliche Union (IUSS) hat im Rahmen ihres 17. Weltkongresses, im August 2002 in Bangkok, den 5. Dezember zum Weltbodentag (World Soil Day) erklärt. Mit ihm soll ein jährliches Zeichen für die Bedeutung der natürlichen Ressource Boden gesetzt und für den Bodenschutz geworden werden.

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