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Mit Förderung und Beratung Schäden durch Borkenkäfer im Wald eindämmen – Minister Jost bietet privaten und kommunalen Waldbesitzern Hilfe an

Die Forstexperten im Saarland sind derzeit damit beschäftigt, die durch die Dürre ausgelöste Massenvermehrung der Borkenkäfer zu stoppen und das Absterben von großflächigen Fichtenbeständen möglichst zu verhindern. Dazu hat das Umweltministerium ein Maßnahmenpaket mit Förder- und Beratungsangeboten für alle Waldbesitzer auf den Weg gebracht.

115 Views 16.05.2019

Der trocken-heiße Sommer 2018 hat im Wald Spuren hinterlassen, die uns aktuell und auch in der Zukunft beschäftigen werden. Die Forstexperten im Saarland sind  derzeit damit beschäftigt, die durch die Dürre ausgelöste Massenvermehrung der Borkenkäfer zu stoppen, das Absterben von großflächigen Fichtenbeständen möglichst zu verhindern. Dazu hat das Umweltministerium ein Maßnahmenpaket mit Förder- und Beratungsangeboten für alle Waldbesitzer auf den Weg gebracht.

 

Aufgrund der hohen Ausgangspopulation der Borkenkäfer im Jahr 2019 muss je nach Witterungsverlauf mit erheblichen Schäden in den Fichtenwäldern gerechnet werden. „Aufgrund des Ausmaßes der Borkenkäferpopulation wird es leider auch mit stärkstem Bemühen nicht gelingen, jeden Baum, der betroffen ist, zu retten. Die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meines Hauses haben Ziele und Maßnahmen für den Umgang mit der Kalamität definiert. Aufgrund der Ausgangssituation ist das erste Ziel, mögliche Folgeschäden an noch intakten Fichtenbeständen zu verhindern. Sollten dort einzelne Fichten befallen werden, müssen diese schnell aufgearbeitet und brutuntauglich gemacht werden“, so Umweltminister Reinhold Jost.

 

In der näheren Zukunft werde das Ziel sein, auf den Flächen, auf denen die Fichte ausgefallen ist und die somit kahl gefallen sind, eine geordnete Wiederbewaldung mit einem baumartengemischten, klimastabilen Wald zu begründen. Dieser Wald soll auch zukünftig die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion optimal erfüllen.

 

„Wir wollen alles tun, um Schäden im Wald zu verhindern bzw. klein zu halten. Das betrifft nicht nur den Staatswald. Wir werden bei der Bewältigung der Dürrefolgen die kommunalen und privaten Waldbesitzer unterstützen, sowohl fachlich, als auch mit finanzieller Förderung“, so Jost.

 

Auf der Grundlage des Rahmenplans Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) wurde nun bundesweit ein neuer Fördergrundsatz „Beseitigung der Folgen von Extremwetterereignissen“ eingeführt, den das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mit einer Landesrichtlinie umsetzt. Der Richtlinienentwurf ist in der internen Abstimmung. Da die Zeit drängt, wird den Waldbesitzern auf der Grundlage des Richtlinienentwurfes die Antragstellung und der vorzeitige Maßnahmenbeginn ermöglicht.

 

Was wird neu gefördert:

Maßnahmen zur bestands-  und bodenschonenden Räumung von Kalamitätsflächen

Überwachung, Vorbeugung und Bekämpfung von Schadorganismen (Bestandskontrolle, Lockstoffe, integrierter Pflanzenschutz)

Bekämpfung von Schadorganismen durch Auffinden und Aufarbeitung von befallenem Holz oder Herabsetzung der Bruttauglichkeit

Anlage von Holzlagerplätzen incl. Miete, Pacht, Ersteinrichtung u.a.m.

Wiederherstellung von infolge von Starkregenereignissen beschädigten Waldwegen und der dazugehörigen Anlagen

Prävention von Waldbränden

Weiterhin wurden die Kostensätze bei der Wiederaufforstungsförderung erhöht, und es wird der Schutz der Naturverjüngung durch den Bau eines Wildschutzzaunes gefördert.

   

Die kommunalen und privaten Waldbesitzer werden darüber hinaus bei Bedarf in Fragen des Waldschutzes, der Aufarbeitung des Holzes, des Transports, der Lagerung und Vermarktung fachlich beraten.

Minister Jost: „Uns ist es wichtig, dass wir allen Waldbesitzern jetzt sagen können: Ihr könnt loslegen, und ihr werdet von uns unterstützt werden.“

 

Waldbesitzer können sich an folgende Beratungsstellen wenden:

 

Kontakt- und Beratungsstelle des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Task-Force-Forstschutz@umwelt.saarland.de

Privatwaldberatung des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Thomas Reget,                 Tel.: 0175/2200-815

Stefan Faul,                       Tel.: 0170/7941636

 

SaarForst Landesbetrieb

Zentrale:                               Tel.: 0681/9712-01

 

Weiter beraten:

Waldbesitzerverband für das Saarland:

info@waldbesitzerverband-saarland.de

Britterhof 66679 Losheim am See, Tel.: 06872/2641 oder Mobil: 0170-7824547

 

Forstbetriebsgemeinschaft Saar:

info@fbg-saar.de Ansprechpartner: Michael Konz 06861/790661 oder mobil: 0175/1817789

 

Forstbetriebsgemeinschaft Saar-Hochwald:

info@fbg-saarland.de Ansprechpartner: Tino Hans 0171/4663963

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