Umweltminister Reinhold Jost sowie Vertreterinnen und Vertreter des NABU und BUND beim Pflanzen von Bäumen.
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Minister Jost startet Wiederbewaldungsprogramm mit Baumpflanzaktion am Tag der Deutschen Einheit

Der große Zuspruch hat sie überrascht und gefreut: Umweltminister Reinhold Jost und Staatssekretär Sebastian Thul konnten bei einer Baumpflanzaktion am Tag der Deutschen Einheit viele freiwillige Helfer begrüßen – Vertreter des NABU und BUND und deren Jugendorganisationen waren dabei, auch Mitglieder der Jusos, des Saarwaldvereins und der Naturlandstiftung oder einfach junge und ältere Naturfreunde.

23 Views 07.10.2019

Alle krempelten gut gelaunt die Ärmel hoch und gruben mit ihren Spaten Löcher in den Boden. Hinein kamen Setzlinge einheimischer Laubbaumarten wie Traubeneiche, Hainbuche und Vogelkirsche. Die Naturlandstiftung hatte die Fläche am Waldrand in Saarbrücken Von der Heydt zur Verfügung gestellt. Rund 100 Bäume wurden gepflanzt.

Diese Aktion war der symbolische Start für das geplante Wiederbewaldungsprogramm.  „Gerade nach der aktuellen Borkenkäferkalamität in Deutschland ist es wichtig, zügig wieder zu bewalden. Ansonsten drohen je nach standörtlicher Situation Erosion und zunehmende Erschwernisse für eine geordnete Wiederbewaldung“, sagte Minister Jost. Im saarländischen Staatswald sei in den nächsten Jahren mit rund 300 Hektar wieder zu bewaldender Fläche nach Borkenkäferkalamität zu rechnen.

Jost: „Im Saarland ist die Situation nicht ganz so dramatisch wie im übrigen Bundesgebiet. Denn mit unserem hohen Laubbaumanteil von 75 % haben wir hier gute Voraussetzungen für Naturverjüngung und natürliche Sukzession.“ Der Anteil der Fichten an der Gesamtwaldfläche liege gerade noch bei 15 %.

„Mit unserer Baumartenzusammensetzung sind wir Vorreiter beim Umbau des Waldes hin zum klimastabilen Wald. Die neuen klimatischen Herausforderungen machen aber auch bei uns Anpassungen notwendig, die wir behutsam und planmäßig angehen. Wir werden Nadelbaumreinbestände weiterhin umbauen in baumartenreiche Mischwälder“, so der Minister.

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