Minister Reinhold Jost und Mitarbeiter des Landesamtes für Vermessung, Geoinformation und Landentwicklung präsentieren das neue Gravimeter
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Hochmodernes Messinstrument erleichtert die Arbeit im LVGL – Indienststellung eines Gravimeters durch Umweltminister Jost

Das Landesamt für Vermessung, Geoinformation und Landentwicklung (LVGL) versteht sich als fortschrittlicher Dienstleister, der neben Auszügen aus dem Liegenschaftskataster topographische und historische Karten sowie Geodaten bereithält. Zur Pflege und Aktualisierung der Datenbanken sind entsprechend hochmoderne Messgeräte unverzichtbar. Neueste Anschaffung ist ein Gravimeter. Ein Gravimeter misst die Erdschwerebeschleunigung. Es wird in der Regel zur Ermittlung von Höhenangaben genutzt.

290 Views 02.11.2018

„Für die Vermessung unserer Welt müssen wir die dafür notwendigen Instrumente auf dem Stand der Technik halten. Mit fortschreitender Technisierung werden auch die Messtechniken immer präziser und die abgeleiteten Ergebnisse immer genauer. Das Gewährleisten der geforderten Präzision kostet natürlich auch Geld“, so Umweltminister Reinhold Jost. Er lässt sich die Funktionsweise des rund 130.000 Euro teuren Gerätes von Mitarbeitern des LVGL erklären.  

Das LVGL hat den gesetzlichen Auftrag, hochpräzise Höhenangaben bereit zu halten. Speziell im Saarland mit seiner bergbaulichen Vergangenheit können Höhenänderungen künftig exakt bestimmt werden.

Die hochpräzisen Höhenangaben spielen im Tagesgeschäft der Bauabsteckungen und  der Absteckung von Straßentrassen nur eine untergeordnete Rolle.

 

Die Erdschwerebeschleunigung, kurz die Schwere genannt, verrät allerdings auch einiges über den Aufbau der Erdkruste und die Dichteverteilung im Erdinneren. Deshalb werden die Schwerewerte auch zur geologischen Interpretation im Bereich der Lagerstättenforschung, z.B. bei der Suche nach Erdöl, Erdgas, Geothermie oder Eisenerzen, benötigt.

So hat sich das LVGL bereits in einem Forschungsprojekt zur Erkundung von Geothermie-Vorkommen im Saarland mit seinem Gravimeter aktiv eingebracht.  Die in diesem Projekt ermittelten Daten wurden zusätzlich auch dem Leibnitz Institut für angewandte Geophysik (LIAG) zur Bearbeitung von wissenschaftlichen Fragestellungen zur Untersuchung geophysikalischer Prozesse zur Verfügung gestellt.