Bescheidübergabe in Primstal
© MUV | mm
Startseite > Umwelt
Umwelt

63.000 Euro für eine neue Dorfmitte in Primstal – Staatssekretär Krämer: Wir müssen die Ortskerne neu beleben

In ländlichen Gebieten stehen immer mehr Häuser leer, Ortskerne drohen zu verfallen. Die Gemeinde Nonnweiler hat beschlossen, etwas dagegen zu tun. Aktuell soll die Dorfmitte im Ortsteil Primstal neu belebt werden. Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt die Dorfentwicklungsmaßnahme mit rund 63.000 Euro.

147 Views 18.04.2019

„Der demografische Wandel und strukturelle Veränderungen wirken sich auch auf die Ortskerne aus. Leerstände und ausbleibende Sanierungen sind leider viel zu oft die Folge. Um die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit unserer Dörfer zu erhalten, braucht es vitale Dorfmittelpunkte. Hier sind Ideen für eine veränderte Nutzung von Gebäuden und Flächen gefragt“, so Roland Krämer, Staatssekretär im saarländischen Umweltministerium.   

 

Bereits 2012 stellte die Gemeinde Nonnweiler ein Integriertes Gemeindeentwicklungskonzept (GEKO) vor. Vier Jahre später folgte ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK). Die Umsetzung erfolgt schrittweise, mit finanzieller Unterstützung des Landes. Ein Baustein auf diesem Weg ist die Umgestaltung des Areals Mühlfelder Straße 2. Das zentral gelegene, leer stehende und verfallende Gebäude wurde von der Gemeinde erworben und soll nun abgerissen und an dessen Stelle ein Dorfplatz angelegt werden. Standortgerechte Bepflanzung, Sitzbänke und eine Infotafel zur Dorfgeschichte sollen Einheimische und Wanderer zum Verweilen einladen. Kombiniert wird die Dorfplatzgestaltung mit der Offenlegung und Renaturierung des angrenzenden Wiesbaches. Krämer: „Hier trifft Dorfentwicklung auf Hochwasserschutz – und die Bürger profitieren gleich doppelt. Einerseits führen die Gestaltungsmaßnahmen zu einer ökologischen und ästhetischen Aufwertung der Fläche, andererseits wird das Hochwasserrisiko gemindert.“

 

Für die Gestaltung des Dorfplatzes werden rund 97.000 Euro benötigt. Europäische Union, Land und Bund übernehmen 65 Prozent der Kosten. Die Fördersumme stammt aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gemäß des Saarländischen Entwicklungsplans für den ländlichen Raum 2014 – 2020 (SEPL 2014 – 2020) sowie der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Ziel ist die Förderung einer nachhaltigen Dorfentwicklung.

Schlagworte