Falscher Polizeibeamter Enkeltrick Betrug
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Betrüger erzählen oft gute Geschichten!

Wie Senioren fies betrogen werden - und: Wie Sie sich dagegen schützen können!

36 Views 22.11.2018

Gerade viele ältere Menschen leben einsam und haben wenig Kontakte zur Familie oder Freunden. Genau dies nutzen Ganoven aus, um sich in das Vertrauen zu schleichen. Doch sie haben nur eins im Sinn: das Geld der alten Leute! Und obwohl mittlerweile viele die Masche erkennen und einfach auflegen, gelingt es den Betrügern immer wieder teils hohe Geldbeträge zu erbeuten!

 

Der Enkeltrick

"Hallo Oma, ich bin´ s..."
"Hallo, wie geht es dir? Rate mal, wer am Telefon ist."
"Ich weiß es nicht. Ich erkenne die Stimme nicht. Bist du es, Hans?"
"Genau. Ich bin es, Hans.
 Ich rufe dich von unterwegs an, die Verbindung ist schlecht."

So oder so ähnlich nehmen Betrüger übers Telefon Kontakt mit ihren Opfern auf. In diesem Dialog zeigt sich ein wesentliches Element des "Enkeltricks". Das potentielle Opfer legt durch die Nennung des Namens die Person des Anrufers quasi selbst fest ("Bist du es, Hans?"). Eine solche Information nimmt der Anrufer geschickt auf und nutzt danach die Arglosigkeit seines Opfers aus. Meist schildert der Anrufer eine dringende, finanzielle Notlage und bittet sein Opfer um Hilfe. Oft werden dabei hohe Beträge gefordert.

Den Betrug zu durchschauen ist deshalb schwer, weil die Betrüger äußerst glaubwürdig und professionell vorgehen. Zudem setzen sie ihre Opfer durch wiederholte Anrufe unter Druck  und verhindern so gleichzeitig, dass diese Angehörige oder Polizei um Hilfe bitten können. Wird die Lügengeschichte als wahr empfunden, begeben sich die Getäuschten zur Bank, um die gewünschte Geldmenge zu besorgen.

Der Täter bzw. der angebliche Enkel/Neffe beobachtet die Rückkehr seines Opfers und meldet sich dann erneut telefonisch, um mitzuteilen, dass er aus bestimmten Gründen (z.B. Verkehrsunfall) nicht selbst kommen könne, aber ein Bote für ihn das Geld abholen werde.

Die Seniorinnen und Senioren verlieren dabei nicht nur ihre Ersparnisse! Sie stürzen auch in eine tiefe Krise, weil sie sich künftig bei jedem Anruf ängstigen. Häufig schämen sich ältere Menschen auch hinterher, weil sie auf solch einen üblen Trick hereingefallen sind.

 

Vorsicht! Falscher Polizeibeamter am Telefon

Trickbetrüger geben sich am Telefon als Polizeibeamter, Staatsanwälte oder andere Amtspersonen aus, um vorwiegend ältere Menschen zur Herausgabe ihrer Wertsachen zu bringen. Dabei nutzen sie eine spezielle Technik, die beim Opfer die Notrufnummer 110 oder die Rufnummer der örtlichen Polizeidienststelle erscheinen lässt.

Unter dem Vorwand, die Polizei habe beispielsweise Hinweise auf einen geplanten Einbruch, gelingt es den Betrügern immer wieder, ihren Opfern mittels geschickter Gesprächsführung glaubwürdig zu vermitteln, dass ihr Geld oder sonstigen Wertsachen zu Hause nicht sicher seien. Ein Polizeibeamter in Zivil werde vorbei kommen, um das gesamte Geld und sämtliche Wertsachen „in Sicherheit bringen“ oder „zur Sicherung von Fingerabdrücken mitnehmen“.

Wie beim Enkeltrick melden sich die Betrüger in kurzen Abständen immer wieder und setzen ihre Opfer so unter Druck, so dass diese am Ende nicht  mehr klar denken können. Dabei gehen sie vollkommen skrupellos und erfindungsreich vor.

Wie beim Enkeltrick erscheint später eine Person, der Geld oder Wertgegenstände übergeben werden soll.

 

So können Sie sich schützen!

Um selbst nicht Opfer dieser Betrüger zu werden, sollten Sie

  • gezielt nach dem Namen des Anrufers fragen!
  • dem Anrufer selbst gezielte Fragen oder seiner Dienststelle stellen!
  • eine Ihnen vertraute Person verständigen!

 

Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben. Die Polizei ruft Sie nicht unter der Polizeinotrufnummer 110 an.

Und: Verständigen Sie die Polizei! Nutzen Sie dazu den Notruf 110!

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