Kulturminister Ulrich Commerçon hat heute die Rahmenbedingungen für das neue Musikfestival vorgestellt.
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Kulturminister Ulrich Commerçon gibt Startschuss für neues Musikfestival in 2020

Das Saarland bekommt im nächsten Jahr ein neues Musikfestival, das hat der Ministerrat in seiner heutigen Sitzung beschlossen. Unter dem Leitmotiv „Jung, urban, grenzüberschreitend“ sollen innovative, experimentelle Formate und Inhalte von hoher Qualität aus dem breiten Spektrum der Musik gebündelt werden und insbesondere dem künstlerischen Nachwuchs des Landes und der Großregion eine Plattform bieten.

89 Views 12.03.2019

„Kreativschaffende haben nun die Möglichkeit, sich mit einem Konzept für das neue Musikfestival zu bewerben“, so Kulturminister Ulrich Commerçon. „Wir suchen innovative Ideen, die experimentelle, interdisziplinäre Formate an neuen, ungewöhnlichen Spielorten in den Fokus nehmen und zu einem Festival vereinen.“

 

Das neue Festival soll 2020 erstmals an 10 bis 12 Tagen im Herbst in Saarbrücken und an besonderen Orten, die eventuell auch Industriekulturstätten berücksichtigen, stattfinden. Das Konzept – maximal zehn Seiten – inklusive eines Vorschlags zur künstlerischen Leitung soll im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung (die noch im März 2019 erfolgen soll) in Deutschland, dem benachbarten Frankreich, Luxemburg und Belgien gefunden werden.

 

„Zentrales Thema des neuen Festivals soll das Aufeinandertreffen unterschiedlicher musikalischer Stile und Richtungen in innovativen und experimentellen Formaten sein. Moderne Festivals leben aber vom Miteinander verschiedener Sparten. So schwebt uns vor, dass das Festival auch aus den Bereichen Tanz, Bildende Kunst, Literatur, Film und Neue Medien schöpft. Ich lasse mich gerne von den neuen Ideen überraschen“, so Commerçon weiter.

 

Um dem Anspruch eines Festivals mit deutlicher grenzüberschreitender Komponente und hohem künstlerischen Niveau gerecht zu werden, wurde eine fünfköpfige Jury mit ausgewiesenen Experten und Expertinnen unterschiedlicher Kultursparten aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg berufen, die nach Prüfung der Konzepte eine Empfehlung zur Vergabe abgibt. Auf Basis dieser Jury-Empfehlung trifft der Minister für Bildung und Kultur eine Entscheidung. Die Jury setzt sich zusammen aus Prof. Dr. Sebastian Nordmann, Intendant Konzerthaus Berlin, Stephanie Thiersch, deutsch-französisches Festival „Mouvement“, Köln, Mitglied im Deutsch-Französischen Kulturrat (DFKR), Sylvie Hamard, Opéra de Versailles, Festival Perspectives, Patrice Hourbette, bis Ende 2018 Direktor lx.music, Luxemburg und Hans-Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen, Veranstalter der Jazzahead, Saarland Botschafter.

 

Das neue Festival soll in der Rechtsträgerschaft der Stiftung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit umgesetzt werden, die hierbei auch die organisatorische, administrative und finanzielle Abwicklung des Festivals gewährleistet. Der vorläufige Finanzierungsplan sieht derzeit ein Volumen von 800.000 Euro vor.

 

Die Frist zur Einreichung der Konzepte endet Ende April 2019.

„Wir suchen innovative Ideen, die experimentelle, interdisziplinäre Formate an neuen, ungewöhnlichen Spielorten in den Fokus nehmen und zu einem Festival vereinen.“

Kulturminister Ulrich Commerçon